Beantragung einer Vater-Kind-Kur

Bei einer Vater-Kind-Kur handelt es sich um eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme, welche sich in der Regel über einen Zeitraum von 3 Wochen erstreckt und von der Krankenkasse übernommen wird. Eine Vorsorgemaßnahme liegt vor, wenn es sich um die Behandlung von Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bewegungsmangel handelt. Bei Reha-Maßnahmen steht die Versorgung und Verbesserung von Erkrankungsfolgen im Vordergrund. Häufig sind dies psychosomatische Störungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Atemwegserkrankungen sowie Herz-/Kreislaufbeschwerden.

Kinder können entweder als gesunde Begleitpersonen mit zur Kur, wenn sie zu Hause nicht betreut werden können oder sie werden mitbehandelt, z.B. bei einer Immunschwäche, Hautkrankheiten oder Verhaltensauffälligkeiten.

Die Kur besteht sowohl aus Einzel- und Gruppentherapien als auch Beratungs- und Entspannungsprogrammen. Dabei werden Sie von verschiedenen medizinischen Fachleuten betreut, meist sind dies Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten und Pädagogen für die Betreuung Ihres Kindes.

Im Folgenden haben wir für Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Informationen zur Vater-Kind-Kur von der Webseite www.kur.org zusammengefasst.

Wozu eine Vater-Kind-Kur beantragen?

Viele Väter leisten heutzutage wie ihre Frauen den Spagat zwischen Arbeit und Familie. Die Anforderungen in beiden Bereichen steigen, so muss man sich auf der einen Seite ständig beruflich weiterqualifizieren sowie bei gleicher Arbeitszeit mehr Resultate erzielen, auf der anderen Seite auch im Haushalt und bei der Kindesbetreuung seinen Mann stehen. Die Folgen können häufig Überforderung und stressbedingte Erkrankungen sein. Eine Kur verspricht in dieser Situation eine erfolgreiche medizinische Betreuung, die Sie zudem noch entlastet und die Anwesenheit Ihres Kindes erlaubt.

Rechtliche Grundlage

Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen sind in den §§ 24 und 41 Sozialgesetzbuch V geregelt. Der Anspruch auf eine Vater-Kind-Kur setzt voraus, dass eine ambulante Behandlung nicht ausreicht (§ 40 Abs. 1 SGB V), aber eine medizinische Versorgung unbedingt zur Heilung bzw. Linderung erforderlich ist (§27 Abs. 1 SGB V).

Wie kann ich eine Vater-Kind-Kur beantragen?

Sie brauchen ein Rezept! Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über die Möglichkeit einer stationären medizinischen Versorgung. Für Ihr Kind benötigen Sie ein entsprechendes Attest vom Kinderarzt, dass es entweder ebenfalls behandlungsbedürftig ist oder zu Hause nicht versorgt werden kann bzw. eine Trennung von Ihnen nicht verkraftet. Zur Auswahl einer Kureinrichtung setzen Sie sich am besten mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung.

Muss ich für eine Kur Urlaub nehmen?

Nein, das müssen Sie keinesfalls. Nach § 10 des Bundesurlaubsgesetzes dürfen medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen nicht auf den Ihren Urlaub angerechnet werden.

Finanzierung

Bis auf eine Zuzahlung von 10 € pro Kalendertag übernimmt Ihre gesetzliche Krankenkasse die Kosten voll, Ihr Kind ist generell beitragsfrei. Beim Übersteigen der Zuzahlungsgrenze (1 bzw. 2 % Ihres Jahreseinkommens) werden Sie im Voraus von weiteren Zahlungen Befreit. Fahrtkosten müssen Sie ebenfalls nur anteilig mit höchstens 10 € übernehmen.

Mehr Hinweise zur Antragstellung und Antworten auf Ihre Fragen bekommen Sie bei Ihrer Krankenkasse, Ihrem Arzt oder im Internet.

Quelle:

http://www.kur.org/cache/pdf/72.pdf

 

 

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