Internetchat

Sicherheit beim chatten

Chatten kann jeder, denn chatten bezeichnet die elektronische Kommunikation in Echtzeit, meist über das Internet, und bedeutet, sich zu unterhalten oder miteinander zu plaudern. Auf vielen Webseiten von Medienunternehmen wie bei Radiosendern, Fernsehsendern oder bei Internetprovidern kann man in Echtzeit Informationen austauschen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, reine Chatportale oder externe Programme wie ICQ zu verwenden. Zunächst muss der User sich einen Nicknamen geben, mit dem er mit anderen Personen in Kontakt treten kann. Oft wird hier schon erkannt, was eine Person über sich aussagen möchte. Durch die einfache Eingabe von Text ist es sehr leicht, mit anderen unbekannten Personen in Kontakt zu kommen. Bei einem öffentlichen Chat sehen alle Teilnehmer, was geschrieben wird. Wenn das nicht gewünscht ist, ist ein privater Chatraum eine weitere Möglichkeit, ungestört zu kommunizieren. Auch wenn die meisten Chats gefahrlos verlaufen und dazu beitragen, über die eigene Stadt bzw. Ländergrenze hinaus Bekanntschaften zu schließen, sind nicht alle Menschen aus den selben Gründen im Chatraum. Es gibt auch Chatter, mit denen sollte man es lieber bleiben lassen, denn sie sind auf der Suche nach sexuellen Abenteuern zum Beispiel mit Kindern. Auch erfahrene Chatter kann es treffen. Oft ist es nur Leichtsinn, der schwerwiegende Folgen haben kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich an ein paar einfache Regeln zu halten.

Regeln

Ein wohl überlegter Nickname, der nicht zu viel von Ihnen Preis gibt, ist ein guter Schutz vor Belästigungen, doch nicht ausreichend. In einen Chat sollten Sie sich nur begeben, wenn der Chat überwacht ist. Erkennbar ist dies daran, ob es Moderatoren gibt und wie miteinander kommuniziert wird. Ganz wichtig ist es, dass Sie kritisch sind. Schließlich weiß man nie, wer am anderen Ende sitzt! Bevor Sie sich in einen Chat begeben, überprüfen Sie ihn. In manchen Chats hat man die Möglichkeit, persönliche Daten (wie Telefonnummern, Emailadressen oder Bilder) anderen Chattern zur Verfügung zu stellen. Dies kann dazu führen, dass einige Menschen diese Daten ungefragt weiterverwenden. Unangenehme oder zu private Anfragen sollten gemeldet und sofort unterbunden werden. Das ist ganz einfach. Entweder Sie hören auf zu chatten oder Sie informieren noch besser einen Moderator und bitten ihn um Hilfe. Damit werden auch andere Personen zukünftig geschützt.

Eine weitere Variante ist die Nutzung von Webcams. Der Chatpartner fordert auf, private Bilder zu senden oder gar in Echtzeit ein Gespräch via Webcam zu führen, wobei oft sogar nur die Kamera der ausgenutzten Person eingeschaltet ist und der Täter per Chat antwortet. Im Laufe des Gespräches bringt der Andere den Betroffenen unter Umständen sogar dazu, sich vor der Webcam auszuziehen.

Vor kurzem tauchten in Foren und Blogs Hinweisposts auf, die vor Betrügern warnen. In letzter Zeit gibt es immer mehr User, die vorgeben, ein Star zu sein. Sie erstellen auf bekannten Plattformen authentisch wirkende Profile und laden einzelne Personen zu persönlichen Chats ein, wo sie um private Daten und Fotos bitten. All diese Formen sind ein Missbrauch und sollten bei Moderatoren angezeigt oder publik gemacht werden, um sich und Andere zu schützen.

Noch gefährlicher kann allerdings ein persönliches Treffen werden. Ein Treffen mit unbekannten Personen aus dem Chat sollte vor allem von Kinder und Jugendlichen gemieden werden. Sollte es trotzdem zu einem solchen kommen, ist es wichtig, eine Begleitperson dabei zu haben. Kindern sind Eltern oder Großeltern die richtigen Vertrauten. Bei Jugendlichen können auch begleitende Freunde hilfreich sein.

Mobbing und sexuelle Belästigungen

Oft hört man von Cybermobbing oder sexuellen Belästigungen. Dabei werden private Fotos und Videos ins Netz gestellt. Diese können unbearbeitet Fremden gegenüber kompromittierend sein (zum Beispiel Nacktfotos). Normale Schnappschüsse können darüber hinaus bearbeitet oder mit entsprechenden Kommentaren versehen werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Motive. Gründe sind nach wie vor Mobbing durch Schulkameraden, das sie inzwischen in der virtuellen Welt fortführen, Beleidigung durch ehemalige Chat- und Internetfreunde oder das Handeln gedankenloser Menschen. Immer häufiger sind es allerdings persönliche Racheaktionen ehemaliger Liebschaften, welche intime Fotos veröffentlichen. Dies ist nicht nur unangenehm für den Betroffenen, sondern kann gerade bei Nacktaufnahmen ernsthafte Folgen wie Spott oder sexuelle Belästigung durch Dritte nach sich ziehen.

Sollte so etwas passieren, hilft eine Anzeige bei der Polizei.

Oliver Wolf

weiterführende Links:

http://www.chatten-ohne-risiko.net

http://www.cyberzwerge.de

http://www.calaidoskop.de

http://www.jugendschutz.net/pdf/chatten_ohne_Risiko.pdf

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